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Ach Detlev!

Ich hatte so gehofft, dass Detlev seine kleine Herrentour in die Werkstatt gutgetan haben würde. Und tatsächlich hat er mich so zuverlässig, wie ich ihn eigentlich kennengelernt hatte, am Freitag bis nach Dithmarschen gebracht.

 

Klaglos. Trotz Hitze. Trotz Stau. Noch heute Morgen hätte ich geschrieben: Mit Detlev ist wieder alles in Ordnung.

Und dabei hatten wir so ein schönes Wochenende auf dem HTS-Miniseminar von HannaLinda und Sandra in Frestedt. Fotos gemacht. Freunde getroffen. Gequatscht. Fahrrad gefahren. Mit Detlev abgehangen.

 

Aber auf dem Rückweg nach Bremen heute Nachmittag hat Detlev dann wieder unter aufsteigender Hitze gelitten. Buchstäblich. Heizung an, Fenster auf – nichts hat geholfen. In einem Moment war noch alles in Ordnung, im nächsten hatte er auf einmal hohes Fieber. Zum Glück war meine Freundin Katja bei mir. In Gesundheitsthemen bewandert und durch nichts so schnell zu erschüttern, hat sie mich auf den nächsten Rastplatz gelotst. Motor ausschalten, nach dem Kühlwasser gucken, den Ölstand checken, Kaffee trinken, warten. Wadenwickel.

 

Als wir dann Detlev wieder sanft zum Leben erwecken wollten, kochte sein Temperament gleich wieder über. Also Motor wieder aus, kleine Gedenkminute. Motor noch einmal an – und was soll ich sagen, auf einmal ging die Temperatur wieder runter. Nicht auf ein normales Mittelmaß aber doch immerhin deutlich aus dem roten Bereich heraus. Also gut, neuer Versuch, rauf auf die Autobahn in der Hoffnung, die letzten 20 km nach Bremen doch noch zu schaffen.

 

Aber Detlev hatte noch mehr zu bieten. Auf einmal ging die Temperatur wieder rauf, wir also wieder Heizung angemacht und Fenster auf… und tatsächlich, nach einigem Hin und Her konnte sich Detlev doch dazu hinreißen lassen, einen kühlen Kopf zu bewahren und uns zumindest mal bis zum Bremer Hbf zu fahren, damit Katja ihren Zug nach Hause kriegen konnte. Wenn es drauf ankommt, ist er eben doch Kavalier. Aber, Kavalier hin oder her, so geht es natürlich nicht. Das Leben mit Detlev hatte ich mir dann doch anders vorgestellt.

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